Neue US-Studie
Das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP könnte entgegen der von der Europäischen Kommission prophezeiten positiven Effekte für Wachstum und Arbeitsplätze, zur ernsten Wachstumsbremse werden und tausende Arbeitsplätze in Deutschland vernichten.
Eine neue US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass TTIP nach der geplanten Liberalisierung allein in Deutschland zwischen 120 000 bis zu 134 000 Arbeitsplätze gefährden könnte. In Europa könnten bis zu 580 000 Arbeitsplätze ernsthaft bedroht sein. Auch Löhne würden sinken. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher der Tufts-Universität in Boston.
Auch für Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ist sie ein Dämpfer. Dieser hatte am Montag die neue EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström in Berlin empfangen und erneut für eine Liberalisierung des Handels geworben. Dabei war deutlich geworden, dass er den umstrittenen Investorenschutz für nicht mehr zu verhindern hält.